Hand in Hand für den Artenschutz - Online Seminare - Anmeldung
Banner Hand in Hand für den Artenschutz Online-Vortragsreihe mit BOS-Deutschland e.V.

Hand in Hand für den Artenschutz

Eine Online-Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit BOS-Deutschland e.V.

Der Artenschutz hat die Aufgabe, die Vielfalt an Tieren und Pflanzen auf der Welt zu bewahren und ihre Lebensräume zu schützen. Ein großes Vorhaben, dass wir nur gemeinschaftlich bewerkstelligen können.

Die Artenschutzwoche

Gemeinsam mit unseren Freunden des Borneo Orangutan Survival / BOS-Deutschland e.V. veranstalten wir Ende Juni (KW 25) eine dreiteilige Online-Vortragsreihe mit führenden Experten aus verschiedensten Disziplinen. 

Warum Artenschutz? Die Wichtigkeit von Biodiversität am Beispiel des Menschenaffen – Kulturentwicklung und Werkzeuggebrauch mit Dr. Isabelle Laumer (UCLA Department of Anthropology) und Hjalmar Kühl (Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv))

Gefahren für den Artenschutz – Bioindikator Menschenaffe (und seine Rolle im Gefüge des Biodiversitätsverlustes) mit Biologin und Anthropologin Dr. Maria Voigt (School of Anthropology and Conservation, University of Kent) und Barbara Fruth (Max-Planck-Institute of Animal Behavior – Centre for Research and Conservation/KMDA – Liverpool John Moores University)

Ausblick für den Artenschutz – Best Practice Beispiele aus mehreren Kontinenten mit Robert Risch (Geschäftsführer und Projektleiter Rhino and Forest Fund e.V.) und Dr. Lilien Pintea (Vice-President, Conservation Science at the Jane Goodall Institute)

Unsere Referenten

Dr. Isabelle Laumer (21.06.) ist Primatologin und Kognitionsbiologin an der University of California, Los Angeles, USA. Sie untersucht in ihrer Forschungsarbeit seit knapp zehn Jahren Werkzeuggebrauch, Sozialverhalten, sowie Intelligenz bei Menschenaffen und Kakadus. Es macht ihr große Freude ihr Wissen zu teilen und dazu beizutragen, diese wundervollen und so selten gewordenen Tiere zu schützen. Aktuell ist sie an der University of California Los Angeles tätig, wo sie an einem Projekt über Spiel, Freude und Humor bei Orang-Utans und anderen Menschenaffen forscht. Dr. Isabell Laumer ist bei BOS für generelle wissenschaftliche Fragen zu Orang-Utans zuständig und unterstützt den Verein seit 2020 bei der Medienarbeit und zu entsprechenden Fachfragen.

Dr. Hjalmar Kühl (21.06.) ist Nachwuchs-Forschungsgruppenleiter am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) im Bereich Evolutionäre und anthropozäne Ökologie. Er arbeitet für ein besseres Verständnis der Dynamik der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen in gekoppelten sozial-ökologischen Systemen, sowie für die Entwicklung wirksamer Management Strategien. In seiner Funktion erforscht er, wie sich die Lebensräume von Menschenaffen im Gleichgewicht halten lassen. „Darüber hinaus deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass die große Verhaltensvielfalt, die bei Schimpansen beobachtet wurde, nicht auf eine lokale genetische Anpassung zurückgeführt werden kann. Schimpansen sind, ähnlich wie Menschen, auf Verhaltensflexibilität angewiesen, um auf Veränderungen in ihrer Umwelt zu reagieren“.

Dr. Maria Voigt (23.06.) ist Naturschutzbiologin und Primatologin mit Interesse an durch den Menschen verursachte Umweltveränderungen und deren Auswirkungen auf die Biodiversität und den Artenschutz in den Tropen. Während ihrer Promotion untersuchte Maria Voigt die Bedrohung der Orang-Utans auf Borneo und schätzte anhand von Feldbeobachtungen und statistischen Modellen den Rückgang der Art. In ihrer aktuellen Arbeit prognostiziert sie, wie sich der Lebensraum in Indonesien und Malaysia in Zukunft verändern könnte und erforscht, wie Menschen und Orang-Utans zukünftig koexistieren und wie Schutzmaßnahmen dahingehend verbessert werden können.

Prof. Dr. Barbara Fruth (23.06.) ist Verhaltensökologin und Zoologin. Seit 30 Jahren untersucht sie Bonobos in ihrem natürlichen Lebensraum, dem tropischen Tieflandregenwald der Demokratischen Republik Kongo. Sie interessiert sich für die Rolle der Bonobos in diesem Habitat, in dem Produzenten und Konsumenten, Jäger und Gejagte, in einem labilen Gleichgewicht stehen. Sie sucht nach Wegen, nachhaltige Schutzmaßnahmen im Einvernehmen mit der lokalen Bevölkerung umzusetzen. Um dies zu ermöglichen, gründete sie mit Gleichgesinnten den Verein Bonobo Alive e.V., dem sie seit 2011 vorsteht. Derzeit baut sie eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie auf, mit deren Hilfe sie das einmalige Langzeitprojekt fortsetzen und ein besseres Verständnis der Interaktionen ausgewählter Arten erlangen möchte.

Robert Risch (25.06.) ist Vorstand und Geschäftsführer des Vereins „Rhino and Forest Fund e.V.“ (RFF), den er 2009 gründete. Der Verein setzt sich für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten ein und arbeitet dafür mit anderen NGOs, Behörden, Wissenschaftler*innen und der lokalen Bevölkerung zusammen. Bislang konnte der RFF im malaysischen Bundesstaat Sabah auf Borneo in Kooperation mit lokalen Behörden bereits tausende Hektar gefährdeter Waldgebiete retten und Schutz­gebieten angliedern, private Plantagenflächen erwerben, um sie zu renaturieren und viele tausend Bäume pflanzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der Vernetzung fragmentierter Schutzgebiete, die für das Überleben der bedrohten Flora und Fauna Borneos von besonderer Bedeutung sind.

Dr. Lilian Pintea (25.06) ist der Vizepräsident für Naturschutzwissenschaften beim Jane Goodall Institute (USA) und besitzt mehr als 25 Jahre praktische Erfahrung im Einsatz von Geotechnologien für den Schutz von Schimpansen, anderen Wildtieren und deren Lebensräumen. Er ist für den wissenschaftlichen Bereich des Instituts verantwortlich und unterstützt die verschiedenen Abteilungen und Länderbüros mit seinem Wissen. Außerdem nutzt er gezielte Forschungen, Analysen und innovative Technologien, um die Herausforderungen im Bereich Naturschutz zu bewältigen und die Mission des JGI zu unterstützen. Dr. Pintea gilt als Pionier bei der Anwendung innovativer Geodaten-Technologien und hat bereits auf zahlreichen internationalen Konferenzen Vorträge gehalten, darunter Rio+20, IUCN World Conservation Congress, Eye on Earth Summit, Esri-Nutzerkonferenzen und Google Geo for Good.

Anmeldung

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Baby Schimpanse

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