Unsere Anteilnahme nach dem zerstörerischen Brand des Affenhauses im Zoo Krefeld.

Der Brand des Affentropenhauses im Krefelder Zoo in der Silvesternacht forderte 30 Todesopfer, darunter eine Orang-Utan-Familie, eine Flachland-Gorilla-Seniorengruppe, das Leben des westafrikanischen Schimpansen Charly (46), sowie weiteren Primaten anderer Arten, zahlreichen Flughunden und Vögeln. Dieser Verlust ist in jeder Hinsicht unschätzbar, denn die Opfer sind zwar laut unserer Rechtsprechung noch immer ‚Sachen‘, in Wirklichkeit aber unersetzliche Persönlichkeiten, für deren Tod wir dem Zoo und den Bürgern der Stadt Krefeld, vor allem aber auch ihren direkten Kontaktpersonen, den Pflegern und den wenigen überlebenden Tieren unser herzlichstes Mitgefühl aussprechen.

Die Reaktionen vor Ort zeigen uns ebenfalls und eindrucksvoll, wie emotional die Krefelder Bevölkerung trauert. In einer Pressekonferenz äußerte der zuständige Kriminalhauptkommissar seine Betroffenheit darüber, dass Menschenaffen als Brandopfer in ihrem Tod dem Menschen sehr ähnlich seien. Dies gilt nicht nur für ihren Tod: In ihrem Leben, ihren Empfindungen und eben auch in ihrer Wahrnehmung des Geschehens und ihrer Qual können wir keinen Unterschied erkennen, denn Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans sind nun einmal unsere nächsten Verwandten. Doch auch andere Säugetiere wie Flughunde und auch Vögel sind imstande, eine tödliche Bedrohung als solche zu erkennen, zu fürchten und zu erleiden.

Diese Brandkatastrophe steht dabei auch stellvertretend für viele andere, die sich dieses Jahr wieder bei uns ereignet haben. Ob mutwillig oder fahrlässig verursacht, ob durch Himmelslaterne, Rakete oder Kanonenschlag, der Effekt ist stets der gleiche: physische und psychische Verletzung, Leid und auch Tod von Menschen, Haus- und Wildtieren durch Feuerwerk. Dazu kommen massive Luftverschmutzung und teure Müllberge als weitere Folgen.

Wir halten es für müßig, hier nach einzelnen Schuldigen zu suchen. Der Courage der Verursacherinnen in diesem Fall gebührt unser Respekt! Stattdessen fordern wir erneut und nun nur mit noch mehr Nachdruck ein Verbot von Feuerwerk in Deutschland. Wir möchten nicht darauf warten, was bei nächster Gelegenheit passiert.

Es gibt längst sinnvolle und schöne Alternativen!

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