#Gombe60 – Das bedeutet 60 Jahre bahnbrechende Forschungen, Innovationen und Hoffnung.

Am 14. Juli 2020, dem Weltschimpansentag, feiert das Jane Goodall Institut das 60. Jubiläum jenes historischen Tages, an dem die wohl berühmteste Umweltaktivistin unseres Planeten mit ihrer bahnbrechenden Studie über das Verhalten von Schimpansen in freier Wildbahn begann – im Dschungel des „Gombe Stream Natural Reserve“, am Ufer des Lake Tanganyika, im heutigen Tansania.

Damals versuchte Jane Goodall monatelang – zunächst weitgehend vergeblich – das Vertrauen der scheuen Schimpansen zu gewinnen, ganz allein streifte die damals gerade mal 26 Jahre junge Frau Tag für Tag beharrlich durch den gefährlichen Regenwald. Endlich, im November 1960, konnte Jane beobachten, dass Schimpansen nicht nur Werkzeuge benutzen, sondern sie auch selber herstellen.  Diese Entdeckung war eine absolute Sensation, denn sie stellte das Bild, das der Mensch bis dahin von sich selbst hatte, auf den Kopf: Nur der Mensch sei in der Lage,  Werkzeuge zu ersinnen und auch herzustellen, und deshalb sei er natürlich die „Krone der Schöpfung“…

„Jetzt müssen wir entweder das Werkzeug neu definieren oder den Menschen – oder wir müssen die Schimpansen zu den Menschen zählen.»,

schrieb damals Louis Leakey, berühmter Paläoanthropologe und Janes wissenschaftlicher Mentor in einem Gratulations-Telegramm.  Leakey war es, der Jane dazu animiert hatte – gemeinsam mit den Forscherinnen Diane Fossey bei den Gorillas, sowie Birute Galdikas bei den Orang Utans – eine Langzeituntersuchung über das Verhalten von Menschenaffen in der Wildnis durchzuführen: Louis Leakey hoffte, auf diesem Wege den „missing link“ zwischen dem modernen Menschen und den Ur-Menschen zu finden, die vor ca. 3 Millionen Jahren gelebt hatten.

Jane Goodalls Entdeckungen und Erkenntnisse revolutionierten damals die Wissenschaft. 60 Jahre später ist die Forschungsstation, die sie in Tansania gründete, weiterhin die aktive Heimat der längsten ununterbrochenen wissenschaftlichen Studie der Welt an Wildtieren.

Durch die bahnbrechenden Arbeiten in Gombe wurde nicht nur deutlich, wie dringend notwendig es war und ist, unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen vor dem Aussterben zu schützen, sondern auch den „Artenschutz“ neu zu definieren und dabei die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. In der Folge wurde der innovative, gemeinschaftszentrierte Naturschutzansatz des Jane Goodall Instituts zum Vorreiter für viele weitere Projekte und Organisationen.

Nicht zuletzt haben das Beispiel und die Geschichte von „Dr. Jane“ eine globale Umweltbewegung in Gang gesetzt. Janes lebendes Vermächtnis beeinflusst nach wie vor Millionen von Menschen, sowie Institutionen und Organisationen rund um den Globus.

Und so sind wir vom Jane Goodall Institut Deutschland stolz darauf, die revolutionären wissenschaftlichen Entdeckungen, den gemeinschaftszentrierten Naturschutz und das Vermächtnis von sechzig Jahren Arbeit in Gombe gemeinsam mit Jane zu feiern.

Mehr Informationen über Gombe 60

Gombe 60 Live mit Dr. Jane Goodall – Am 14.07.2020 um 18:00 Uhr MEZ (16:00 Uhr UTC) – Facebook live
Gombe 60 StoryMap
 erstellt in Partnerschaft mit Blue Raster und Esri

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