Ein Besuch im Hambacher Wald.

“Tropic Ice: Dialogue between places affected by climate change” – Eine Fotoinstallation von Barbara Dombrowski.

Am Sonnabend, dem 14. September 2019 – dem 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt – fuhren unser Vorstandsvorsitzender Lorenz und ich in den Hambacher Wald zur Ausstellungseröffnung der Hamburger Fotografin Barbara Dombrowski, die mit dem Jane Goodall Institut kooperiert.

Seit 10 Jahren arbeitet sie auf fünf Kontinenten unter dem Titel “Tropic Ice: Dialogue between places affected by climate change” und porträtiert Menschen der indigenen Bevölkerung, die direkt oder indirekt durch den Klimawandel bedroht sind. Ziel ihrer Arbeit ist die Erzeugung spannungsvoller Dialoge der porträtierten Menschen untereinander und mit dem Betrachter.

Die kreisförmige Installation der lebensgroßen Porträts auf dem Widerstandsacker des BUND und auch weitere Porträts im Hambacher Wald direkt neben der Abrisskante des Braunkohle-Tagebaus haben mich stark berührt – machen sie doch ganz ohne bekannte Schreckensbilder die Auswirkung unseres Handelns auf die Menschen überall auf der Welt deutlich, die sich als gleichberechtigten Teil der Natur verstehen und nach dieser Maxime leben. Besonders eindrücklich fand ich das lebensgroße Portrait eines jungen Massai aus Tansania, das so zwischen die Bäume des Waldes gehängt wurde, dass hinter dem Bild der Bagger mit seinen sich unermüdlich drehenden Schaufeln sichtbar wurde.

Wir kennen alle die Bilder des Widerstandes im Hambacher Wald aus den Medien. Hier aber selbst zu stehen im Angesicht der brutalen Zerstörung und den globalen Zusammenhang auf diese stille Art zu erleben, wirkt sehr in mir nach.

Im Anschluss an die Eröffnung fand noch eine spannende Diskussionsrunde mit Mascha Kauka, Gründerin der Stiftung Amazonica, Dirk Jansen, Geschäftsführer des BUND NRW, Barbara Dombrowski und Lorenz Knauer zum Thema „Naturschutz und Klimawandel, wo stehen wir?“ statt. Und alle waren sich am Ende einig – egal, ob es „5 vor 12“ oder „Viertel nach 12“ ist – wir können gar nicht anders, als uns weiter im Rahmen unserer jeweiligen Projekte für den Erhalt der Natur einzusetzen. Ganz im Sinne von Jane Goodall: „Jeder einzelne von uns kann jeden Tag etwas bewirken!“

Die Fotoinstallation soll nach diesem Auftakt auf allen fünf Kontinenten zu sehen sein. In Tansania wird Jane voraussichtlich dabei sein.

Franziska Wulff mit Barbara Dombrowski vor Fotoinstallation Tropic Ice Fotoinstallation im Hambacher Wald Tropic Ice Fotoinstallation Franziska Wulff

 

 

Neueste Beiträge
Orang-Utan Lea Zoo Krefeld
von Nils Heimes / 5. Januar 2020

Nachtrag zum Brand des Affenhauses in Krefeld

Im Zuge eines privaten Neujahrs-Besuchs bei Jane Goodall hatte ich die Gelegenheit, mit ihr über die schrecklichen Ereignisse der Silvesternacht...

Lesen Sie weiter
Orang-Utan Lea Zoo Krefeld
von Nils Heimes / 2. Januar 2020

Unsere Anteilnahme nach dem zerstörerischen Brand des Affenhauses im Zoo Krefeld.

Der Brand des Affentropenhauses im Krefelder Zoo in der Silvesternacht forderte 30 Todesopfer, darunter eine Orang-Utan-Familie, eine Flachland-Gorilla-Seniorengruppe, das Leben...

Lesen Sie weiter
Gemälde Gerd Bannuscher Jane Goodall
von Nils Heimes / 23. Dezember 2019

Das Jane Goodall Institut wünscht ein frohes Fest

Das Team des Jane Goodall Instituts Deutschland wünscht allen Artenschützern, Umweltaktivisten und Unterstützern schöne Feiertage, alles Gute und Gesundheit im...

Lesen Sie weiter
Demonstration gegen das LPT in Hamburg
von Nils Heimes / 17. November 2019

Bericht von der 2. Großdemo gegen LPT Tierversuche in Hamburg

Gestern rief die Soko Tierschutz zur 2. Großdemonstration gegen das Tierversuchslabor LPT auf – und 15.000 kamen, trotz Hamburger Schmuddelwetter!...

Lesen Sie weiter
1 2 3 7
Vielen Dank. Ihre E-Mail Adresse ist nun in unserem Verteiler und wir halten Sie von nun an auf dem Laufenden!
Immer auf dem laufenden bleiben! Newsletter abonnieren.