Umweltfreundlich Weihnachten feiern - Jane Goodall Institut - Deutschland

Umweltfreundlich Weihnachten feiern

Dr. med. vet. Ulrike Beckmann

Verschneite Landschaft mit einer allein stehenden Tanne.

Bild: Berthoud Pass

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Im Alltag fällt uns eine nachhaltige Lebensweise bereits schwer genug. Darf man an Weihnachten einfach mal eine Ausnahme machen? Schließlich gehören doch zu einem traditionell schönen Weihnachtsfest ein feierlich geschmückter Weihnachtsbaum, Kaminfeuer, Geschenke in bunter Verpackung und natürlich das feierliche Weihnachtsessen mit Weihnachtsgans, Ente, Braten oder Bockwurst. An den gemütlichen Festtagen darf man doch auch mal ein Auge zudrücken und die Regeln des Alltags ausblenden, oder?

Können nachhaltige Weihnachten schön sein? Unsere Tipps für ein schönes und umweltschonendes Weihnachtsfest.

So ein Weihnachtsbaum hatte schonmal kein schönes Leben: In großen Monokulturen gezogen, gedüngt, beschnitten, mit Pestiziden besprüht, dann geerntet, kurz benutzt und weggeworfen. Wer ein schlechtes Gewissen hat, denkt über einen organisch angebauten Baum nach. Eines aber ändert sich auch mit einem Bio-Baum nicht: Jeder der auf riesigen Flächen gezogenen Nadelbäume hat 5 bis 10 Jahre gebraucht, um zu wachsen. Was für eine unglaubliche Verschwendung an Leben und Biomasse! Während wir feiern, stirbt unser Weihnachtsbaum langsam vor sich hin. Liebe Leute, stellt die ketzerische Frage:

Gibt es eine Alternative zum Weihnachtsbaum?

Ja, die gibt es. Und wir meinen nicht die Kopie aus Plastik! Es muss nicht immer ein Baumriese sein: ein paar schöne geschmückte Zweige erfüllen auch schon ihren Zweck. Bizarre tote Äste aus Garten, Park oder Grüngutcontainer lassen sich herrlich bemalen und schmücken. Treibholz macht sich ebenso gut. 

Steht nicht vor dem Fenster vielleicht ein Baum, den wir draußen schmücken könnten? Wer unbedingt einen Baum braucht, kann ihn bei Greentree auch lebend mieten.

Es gibt tolle Materialien für Weihnachtsbäume, die richtige Kunstwerke sind und länger halten als eine Saison. Hier bereits einige zum Nachbauen.

Der Baumschmuck sieht nicht nur am Nadelbaum festlich aus. Auch im ganzen Raum, im Fenster, auf dem Tisch oder draußen. Ist der Schmuck selbst gebacken oder gebastelt, hat ihn garantiert niemand sonst. Und die aufgehobenen Basteleien aus der Kindheit sind inzwischen Vintage und wunderschön!

Die Kerzen – Ein paar Bienenwachskerzen vom Weihnachtsmarkt oder aus dem Bioladen sind zwar kostspieliger, bleiben aber länger in unserem Duftgedächtnis als eine ganze Armada von Duftkerzen mit Chemie-Aroma.

Die Krippe – Die Krippenfiguren kann die ganze Familie dieses Jahr aus Knetmasse oder Salzteig machen. Jeder muss wenigstens ein ganz kleines Schaf beitragen. Ein großer Spaß für alle!

Das Essen – Denkt daran, alle Martinsgänse, die dieses Jahr durch Corona den November überlebt haben, möchten gern auch weiterleben! Tolle vegetarische Rezepte findet Ihr hier.

Die Geschenke – es gibt immer mehr Anbieter von sinnvollen und nachhaltig produzierten Produkten. Und falls jemand nicht auf Markenkleidung verzichten möchte, gibt es die auch bewährt “second hand” bei ubup.com.

Vor allem aber auch: Wieviel Geschenk muss sein? An welche Geschenke erinnert ihr euch vom letzten Jahr? Wenn wir vorher besprechen, wie wir dieses Jahr schenken möchten, lässt sich die Flut ungewollter Dinge wunderbar kanalisieren. Jeder nur ein Geschenk? Nur die Kinder und nur was sie sich wünschen? Nur Les-, Hör- oder Essbares? Nur Selbstgemachtes? Einfach nur zusammen etwas tolles kochen? Oder der Gipfel des Schenkens: Etwas, das mir gehört und das der Andere schon immer so schön fand?

Die Verpackungen können viel schöner sein als Folien, Glitzerpapier und Plastikschleifen. Aus schönen Stoffen genähte oder gebundene Säckchen sind auch für sich wertvoll und halten viele Jahre lang. Selbst machen oder z.B. bei Etsy.com

Habt ihr endlich wieder mal richtig Lust auf Weihnachten? Wir freuen uns und
wünschen ein wunderbares, geruhsames und vor allem gesundes Weihnachtsfest!

Euer Team des JGI-Deutschland

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