Zoos und Artenschutz

Zoos und Artenschutz

Zoos und Artenschutz ein Film von JustSaying.
Die Vorstandsmitglieder des Jane Goodall Instituts Deutschland, Dr. Ulrike Beckmann und Lorenz Knauer, sprechen in der neuen Dokumentation von JustSaying  über Zoos und Artenschutz und deren zukünftige Mission. 

Der Film macht von Anfang an in mitreißenden Bildern klar, dass niemand überleben kann, ohne dass der andere lebt. Wir Menschen haben das aktuelle Massensterben eingeleitet und unzählige Arten sterben aus, bevor wir sie überhaupt gefunden haben. Es gibt Versuche, dieses Artensterben aufzuhalten oder diesem zumindest entgegenzuwirken. Auch moderne Zoos haben sich dieser Mission verschrieben.

Artenschutz – eine Mission der Zoos

Die meisten Zoos sehen sich inzwischen als Artenschutzzentren und nicht mehr nur als Ausstellungsraum exotischer Tiere. Sie haben als Ziel, beispielsweise durch Zuchtprogramme gefährdeter Arten, einen Beitrag zu ihrem Erhalt zu leisten. Ursprünglich ging es darum, weniger Tiere aus ihren Lebensräumen zu entnehmen, sogenannte „Wildfänge“. Heute möchte man erfolgreich nachgezüchtete Tiere in die Wildnis zurückgeben. Hier kommen wir aber zu einer wichtigen Grundvoraussetzung: Der natürliche Lebensraum einer Art muss für eine erfolgreiche Auswilderung noch vorhanden sein. Doch schwindende Ökoysteme sind nicht das einzige Problem: Vor noch nicht gelöste Hürden stellt uns auch die Auswilderung von kognitiv höher entwickelten Tieren. Hierbei handelt es sich oft um Tiere mit komplizierten Sozialstrukturen. Einige lassen sich nur schlecht bis gar nicht auswildern. Dr. Ulrike Beckmann, Scientific Adviser des Jane Goodall Instituts, wird als Expertin befragt und macht klar:

„Es konnten bisher noch nie Schimpansen aus menschlicher Obhut erfolgreich aus gewildert werden.“

Dr. Ulrike Beckmann, Jane Goodall Institut Deutschland
Der Bildungsauftrag eines Zoos

Zoobesuche sollen das Publikum zum besseren Umgang mit Tieren sowie mit der Natur motivieren. Wie kann das erreicht werden? Hier entstehen mehr Fragen als Antworten: Wie wichtig ist es für den Betrachter, ein Tier direkt zu erleben, ihm persönlich gegenüberzustehen? Auch wenn dieses Tier nicht in seinem natürlichen Lebensraum gezeigt werden kann und auch nur einen Bruchteil seiner Verhaltensweisen erkennen lässt? Können gut gemachte Natur-Dokus nicht mehr bieten? Wen kann und möchte man überhaupt ansprechen?

Zoos versuchen, den Zoobesuchern nicht nur Grundkenntnisse zu den einzelnen Tieren zu vermitteln, sondern auch Informationen zu deren Lebensräumen, den Zusammenhängen vor Ort, der akuten Bedrohung und was man dagegen tun kann. Denn nur dieses Wissen könnte zum Schutz der Arten beitragen.

Wichtige Fragen und neue Denkanstöße zu Zoos und Artenschutz

Auf welche Weise kann man Menschen, die größtenteils in Städten mit wenig Naturkontakt leben, für die Dringlichkeit dieser Problematik interessieren? Halten Zoos nicht eher als beliebte Freizeiteinrichtungen her, die vor allem hohe Besucherzahlen benötigen, um wirtschaften zu können? Und wie gut kann das Konzept funktionieren, einige „Flagship-Arten“ stellvertretend nachzuzüchten, wo doch gleichzeitig so viele andere sang- und klanglos verschwinden? Warum gibt es noch immer viele Wildfänge und was geschieht auf der anderen Seite mit vielen „überzählig nachgezüchteten“ Tieren? Wieviel leisten unsere Zoos messbar für den Artenschutz? Wie ergeht es den einzelnen Tieren im Zoo in ihrer Stellvertreter-Funktion?

Diesen und andere wichtigen Fragen möchte diese Dokumentation auf den Grund gehen und zeigt dabei eindrucksvoll ein weites Spektrum an Meinungen und Denkanstößen.

Blick in die Zukunft

Das Bewusstsein zur Tierhaltung hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Je mehr wir über Tiere lernen, desto unklarer werden die Grenzen zwischen der Menschen- und der Tierwelt. Neue Anforderungen verlangen eine drastische Um- und Weiterentwicklung von Zoos, wie wir sie heute kennen. Doch es ist unklar, ob eine annähernd artgerechte Haltung bestimmter Tierarten in Zoos jemals möglich sein wird.

Umso wichtiger ist die Bewahrung der letzten natürlichen Lebensräume mit all ihren Tier- und Pflanzenarten. Unterstützen Sie das Jane Goodall Institut beim aktiven Artenschutz vor Ort.

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