1934–1957 Frühe Jahre
1934
Geburt Geboren am 3. April in London als ältere von zwei Schwestern. Der Vater ist Ingenieur, die Mutter Schriftstellerin. Im Alter von fünf Jahren Umzug der Familie nach Bournemouth an der Südküste Englands. Die Lieblingsbücher in ihrer Kindheit sind “Tarzan” und “Dr. Dolittle”.
1952
Einstieg in den Beruf Nach Abschluss der Secondary School nimmt Jane Jobs als Sekretärin und Assistentin bei einer Londoner Filmfirma an.
1957
Die erste Reise nach Afrika Auf Einladung einer Schulfreundin reist Jane zum ersten Mal nach Kenia. Der Anthropologe Louis Leakey, Direktor des Kenya National Museum, engagiert sie als Assistentin und wird ihr Mentor.
1960–1965 Erste Jahre in Gombe
1960
Jane reist nach Gombe Jane Goodall und ihre Mutter Vanne erreichen die „Gombe Stream Chimpanzee Reserve“ im Westen Tansanias, am Ufer des Tanganjika-Sees und schlagen dort ihr Zeltlager auf. Jane beginnt mit der Erforschung des Verhaltens von Schimpansen in freier Wildbahn. Auftraggeber ist Louis Leakey, er hält Frauen für bessere Beobachter als Männer und erhofft sich von Janes Beobachtungen Erkenntnisse, die Rückschlüsse auf das Verhalten der Frühmenschen zulassen.
1960
Jane entdeckt, dass Schimpansen Fleisch fressen Jane beobachtet eine Gruppe von Schimpansen beim Fressen eines Buschschweins – bis dahin hatte man angenommen, Schimpansen seien reine Vegetarier. Bald darauf wird Jane Zeugin, wie gezielt unsere nächsten Verwandten ihre Opfer jagen: eine Gruppe Schimpansen greift einen roten Stummelaffen an, jagt ihn einen Baum hinauf, tötet und verzehrt ihn.
1960
Jane entdeckt, dass Schimpansen Werkzeug herstellen Jane beobachtet David Greybeard und Goliath dabei, wie sie aus Baumzweigen Werkzeuge herstellen, um leckere Termiten aus deren Hügel holen zu können. Diese sensationelle Entdeckung zählt zu den wichtigsten des 20. Jahrhunderts, denn sie revolutionierte das bis dahin gültige Bild des Menschen von sich selbst als „Krone der Schöpfung“.
1963
National Geographic bringt die erste Titelgeschichte über Jane und ihre Forschungsarbeit „Mein Leben unter wilden Schimpansen“ bringt Jane und ihre Schimpansen in Amerika einem Millionenpublikum nah.
1964
Heirat mit Hugo van Lawick Jane heiratet den niederländischen Tierfilmer Hugo van Lawick (1937-2002). Die Ehe hält zehn Jahre. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn, Hugo Eric Louis, genannt Grub.
1965
Premiere des ersten großen Dokumentarfilms über Jane Hugo van Lawick dreht für National Geographic den ersten Dokumentarfilm, der Janes Forschungsarbeit über das Leben der Schimpansen zeigt. „Miss Goodall and the Wild Chimpanzees“ macht Jane auch international berühmt.
1974–1977 Der vierjährige Krieg
1974
Beginn des sogenannten „Vierjährigen Krieges“ Ein massiver Konflikt bricht zwischen zwei rivalisierenden Gruppen von Schimpansen in Gombe aus, der in einen regelrechten Vernichtungsfeldzug mündet. Bis dahin hatte Jane die Schimpansen im Wesentlichen für friedlich gehalten.
1975
Jane entdeckt zum ersten mal Kannibalismus Fassungslos sieht Jane zu, wie Mutter und Tochter Passion und Pom mehrere Schimpansenbabys anderen Müttern aus ihrer eigenen Gruppe stehlen, töten und sogar fressen.
1977
Gründung des Jane Goodall Institute in den USA Um ihre Feldforschung weiterhin betreiben zu können, gründet Dr. Goodall das Institut, das fortan ihren Namen trägt – Ziel ist aber auch besserer Schutz der zunehmend von Ausrottung gefährdeten Schimpansen, sowie in immer stärkerem Maße die Umweltbildung.
1986–1994 Der Aktivismus
1986
Jane wird Aktivistin Dr. Jane Goodall nimmt in Chicago an der ersten internationalen Konferenz zum Thema “Schimpansen Verstehen“ teil. Mit einem Schlag wird ihr dort bewusst, wie weit die Zerstörung des Lebensraums der Schimpansen bereits fortgeschritten ist und sie wird quasi über Nacht zur Aktivistin. Sie lässt ihre Forschungsarbeit und ihr Paradies in Gombe hinter sich und konzentriert von nun an ihre gesamte Zeit und Energie auf den Schutz der Schimpansen und der Umwelt.
1991
Gründung von „Roots & Shoots“ Eine Gruppe von Schülern diskutiert in Dar es Salaam, Tansania mit Jane darüber, was Jugendliche tun könnten, um die Welt etwas besser zu machen. Das führt zur Gründung der globalen Jugendorganisation „Roots & Shoots“, „Wurzeln & Sprossen“. Die Idee: Jugendliche ergreifen selbst die Initiative um Menschen, Tieren und der Umwelt zu helfen.
1991
Gründung der ersten Schimpansen-Auffangstation Um Schimpansen zu helfen, die wegen des illegalen Handels mit Buschfleisch zu Waisen geworden sind, gründet Jane das „Tchimpounga Chimpanzee Rehabilitation Center“ in Pointe Noire, Republik Kongo. Heute beherbergt Tchimpounga an die 160 Schimpansen, die mit Hilfe von Patenschaften medizinisch versorgt, ernährt und später dann auf Inseln im Koilou-Fluss teil-ausgewildert werden.
1994
Jane gründet das erfolgreiche Tacare-Programm Das Programm wurde bekannt als TACARE (Lake Tanganyika Catchment Reforestation and Education) – es begann als Pilotprojekt, das den Menschen in den Dörfern um den Gombe-Nationalpark helfen sollte, aus der absoluten Armut herauszufinden, nachhaltige Anbaumethoden anzuwenden, die bereits abgeholzten Wälder wieder aufzuforsten und den verbliebenen Regenwald zu schützen. Inzwischen profitieren über 100 Dörfer von dem erfolgreichen Ansatz der „community centered conservation“.
2002–2017 Die Botschafterin
2002
Jane wird UN-Friedensbotschafterin UN-Generalsekretär Kofi Annan ernennt Dr. Jane zur UN-Friedensbotschafterin mit der Begründung, dass sie durch die Arbeit von „Roots & Shoots“ dazu beitrage die Welt zu einem friedlicheren Ort zu machen.
2004
Dr. Jane wird zur „Dame“ geadelt

Dr. Jane Goodall wird von Queen Elizabeth II. mit dem Titel “Dame Commander of the Order of the British Empire” (DBE) geadelt.

2010
Das Jane Goodall Institute feiert 50 Jahre Forschung in Gombe Ein halbes Jahrhundert nachdem Jane Goodall mit ihrer Mutter in Gombe angekommen war, feiert das Jane Goodall Institute die weltweit am längsten ohne Unterbrechung laufende Forschung über das Verhalten von Schimpansen in freier Wildbahn.
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2016
25 Jahre „Roots & Shoots“ Wie kein anderes Jugendprogramm auf der Welt hat sich „Roots & Shoots“ in nur 25 Jahren auf beinahe hundert Länder rund um den Globus ausgebreitet – ein Netzwerk von jungen Leuten ist entstanden, die Janes Vorstellungen von Naturschutz und Nachhaltigkeit verinnerlicht haben und dabei sind, die Verhältnisse für Menschen, Tiere und die Umwelt zu verbessern.
2017
40 Jahre Jane Goodall Institute Dr. Jane Goodall hat uns dazu gebracht, unser Verhältnis zu allen anderen Lebewesen auf diesem Planeten zu überdenken, vor allem, was unsere Verantwortung diesen Lebewesen gegenüber betrifft. In den 40 Jahren, seitdem sie das „Jane Goodall Institute for Wildlife, Research, Conservation and Education“ gründete, ist eine globale Gemeinschaft von Instituten in über 30 Ländern entstanden, die daran arbeitet, Jane Goodalls Vision einer grüneren Zukunft des Planeten Wirklichkeit werden zu lassen.  
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